Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch ist das Ziel jeder Bewerbung!

Bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen geht es immer nur um ein Ziel: Die Einladung zum Vorstellungsgespräch! Worauf zu achten ist und was du unbedingt wissen solltest für dein persönliches Vorstellungsgespräch, erfährst du hier.

1. Vorstellungsgespräch – Allgemein

Das Vorstellungsgespräch dient dem gegenseitigen kennenlernen zwischen dem Unternehmen und dem Bewerber. In diesem Gespräch möchte vor allem das Unternehmen herausfinden, ob der Bewerber in das Unternehmen und ins Team passt. Anhand verschiedener Methoden werden Fragen zu deiner Person, und zu deiner Qualifikation gestellt. Welche typischen Fragen dich im Vorstellungsgespräch erwarten, verrate ich dir bei Karriere to go.

Neben dem klassischen Vorstellungsgespräch gibt es aber noch andere Formen, die einem gegenseitigen kennenlernen dienen. Zum Beispiel gibt es das Telefoninterview, welches meistens vorab genutzt wird. Gerade wenn die Anzahl der Bewerbungen steigt, greifen Personaler auf diese (beliebte) Methode zurück. Die Vorteile liegen hierbei klar auf der Hand: Ein Telefoninterview lässt sich schneller abwickeln und man kann bereits in diesem ersten Telefonat erste Unklarheiten oder Fragen klären. Eine super Methode, um eine erste Vorauswahl zu treffen. Sollte dich ein Telefoninterview erwarten, gibt es einige Regeln, die beachtet werden müssen. Wie diese aussehen, erfährst du in Modul 1 – Bewerbung. Welche Formen es außerdem gibt und wie diese eingesetzt werden, erkläre ich dir ebenfalls in diesem Modul.1.

2. Vorstellungsgespräch Vorbereitung

Das Vorstellungsgespräch öffnet uns die Türen für eine neue Position. Um diese wichtige Chance nicht zu verpassen, ist eine ordentliche Vorbereitung für das Gespräch erforderlich. Mit einer richtigen Vorbereitung verschaffst du dir einen besseren Überblick zum Unternehmen und wirkst automatisch selbstsichere im Gespräch. Überspringe diesen wichtigen Punkt daher nicht!

Viele Bewerber versenden heutzutage einfach nur noch ihre Bewerbung, ohne sich bewusst zu sein, was genau hinter dem Firmennamen steckt.

Für die Vorbereitung gibt es mehrere Möglichkeiten und Quellen. Vorab solltest du dir ein Gesamtbild verschaffen. Das Internet ist hierbei ein großes Hilfsmittel für deine Recherche. Bereits über die Firmenhomepage kannst du viele Informationen sammeln. Neben wichtigen Daten und Fakten gibt es Unternehmen, die bereits Einblicke in manche Abteilungen gewähren oder die Kandidaten über die Firmen-Werte aufklären. Eine wichtige Information für jedermann! Schließlich geht es hier eventuell um deinen zukünftigen Arbeitgeber. Finde also heraus:

  • Was ist gerade los in dem Unternehmen?
  • Welche Ziele verfolgt das Unternehmen?
  • Möchte das Unternehmen expandieren?

All das sind wichtige Informationen. Sehr oft habe ich Bewerber erlebt, die nach kurzer Zeit ihren Arbeitgeber gewechselt haben, da die Standorte verlegt worden sind. All das wäre mit einer guten Vorbereitung nicht passiert. Wie bereits erwähnt, kannst du für deine Vorbereitung das Internet nutzen.

Die besten Quellen hierzu verrate ich dir im Kurs.

Bei der Vorbereitung kannst du dir die wichtigsten Eckdaten zum Unternehmen notieren. So erstellst du eine perfekte Zusammenfassung, die du dir mehrmals durchlesen kannst. Welche Rolle dein Notizheft in deinem Vorstellungsgespräch spielen wird, erkläre ich dir gleich.

Neben den Firmendaten ist auch deine Selbstpräsentation wichtig. Du spielst die Hauptrolle im Bewerbungsgespräch! Auf dem Papier konntest du bereits überzeugen, jetzt kommt es auf deine persönliche Präsentation an. Das Vorstellungsgespräch bringt viele Regeln mit, die beachtet werden müssen. Augenkontakt sowie ein angemessener Händedruck sind nur ein Bruchteil in diesem Kapitel. Bei deiner Selbstpräsentation solltest du dich auf die wesentlichen Fakten zu deiner Person konzentrieren. Solltest du bereits eine mehrjährige Berufserfahrung vorweisen können, dann sind alte Schulpraktikas nicht relevant für das Vorstellungsgespräch. Einen anderen Fehler, den viele Bewerber begehen, ist das erzählen der kompletten Vita. Auch das ist Falsch!
Wie du mit deiner Präsentation glänzt und wie du taktisch vorgehen solltest, verrate ich dir in Modul 4.

Wichtiger Tipp an alle Bewerber:
Erzähle nicht nur, sondern Argumentiere!

  • Wieso macht dir genau diese eine Tätigkeit Spaß?
  • Was reizt dich daran? 
  • Verbindest du diese Tätigkeit mit deinem persönlichen Hobby oder mit einer bestimmten Vorliebe?

Mache dir mal Gedanken und frage dich selber, wieso du diesen einen Job so gerne machen möchtest. Doch wozu diese Fragen?

  1. Du machst dir selber bewusst, wieso du diesen Job möchtest
  2. Du wirkst durch deine Überzeugung sehr authentisch und erweckst den Eindruck, das du selbstbewusst bist und genau weißt, was du willst

Nutze diese wichtigen Tipps und übe die Selbstpräsentation am besten zu Hause. Somit gewinnst du an Selbstsicherheit, welches sich für das Gespräch positiv auswirkt.

Übrigens: Das Bewerbungsgespräch besteht aus 5 Phasen:

3. Vorstellungsgespräch – Fragen und Antworten

Wie ein Bewerbungsgespräch abläuft, habe ich im letzen Punkt erklärt. In diesem Abschnitt klären wir die klassischen Fragen und Antworten im Vorstellungsgespräch. Es ist bekannt, das bestimmte Fragen immer wieder im Bewerbungsgespräch gestellt werden. Mittlerweile gibt es ganze Fragenkataloge, die man käuflich erwerben kann. Doch ist das alles wirklich nötig?

Letzendlich kann man alle Fragen im Vorstellungsgespräch in bestimmte Bereiche eingruppieren:

Aus diesen vier Gruppen bilden sich die Fragen in einem Bewerbunsggespräch. Man möchte herausfinden, wieso du dich bewirbst (Motivation), wer du genau bist (Persönlichkeit) und wie du arbeitest (Arbeitsweise).

Mögliche Beispiel-Fragen wären:

Gesprächöffner:

  • Warum haben Sie sich beworben?
  • Erzählen Sie etwas über sich!

Motivation:

  • Welche Ziele verfolgen Sie im Job?
  • Warum haben Sie derzeit kein Job?

Persönlichkeit:

  • Was sind Ihre Stärken oder Schwächen?
  • Wo sehen Sie sich beruflich in 5 Jahren?

Arbeitsweise:

  • Wie kann man sich Ihren Arbeitsstil vorstellen?
  • Wie gehen Sie mit Veränderungen um?

Betrachte diese Fragen nicht als „nervig“ oder „blöd“. Im Endeffekt möchten deine Gesprächsteilnehmer so viel wie möglich über dich erfahren und herausfinden, ob du gut ins Unternehmen passt. Alle Personaler und Fachentscheider versuchen in kurzer Zeit den perfekten Kandidaten zu finden – keine leichte Aufgabe. Genau deshalb sind die Fragen so wichtig.
Apropo Zeit – ein Vorstellungsgespräch dauert in der Regel 30 Minuten – 60 Minuten. Bei Führungskräften auch gerne schon mal 90 Minuten. Alles hängt von der Branche, Position und von den Gesprächsteilnehmern ab.

Im Dschungel aller Fragen möchte ich dir Klarheit schenken und dir genau erklären, was der Hintergrund mancher Fragen ist. Den meistens verbergen sich hinter bestimmten Fragen ganz andere Absichten. Mehr zu diesem spannenden Thema und welche psychologischen Tipps du in deinem Bewerbungsgespräch anwenden solltest, gibt es ebenfalls im Bewerbungstraining.

4. Vorstellungsgespräch – Die besten Tipps

Damit du bei deinem Vorstellungsgespräch nochmal richtig punkten kannst, möchte ich dir die wichtigsten Tipps für das Bewerbungsgespräch aufzeigen.

Sei positiv!
Jedes Vorstellungsgespräch ist mit Spannung und Nervosität verbunden – verständlich. Nicht alle Tage befindest du dich in so einer Situation. Trotz dieser Faktoren solltest du auf eine positive Ausstrahlung achten. Kein Unternehmen ist auf der Suche nach einem „Miesepeter“. Schlechte Laune ist daher fehl am Platz. Versuche dich für dein Gespräch positiv zu stimmen, indem du deine Lieblingsmusik hörst oder dir lustige Bilder, Videos oder Zitaten im Internet anschaust. Alles ist möglich – hauptsache es hilft 🙂

Bitte lächeln
Wie bereits im ersten Punkt erwähnt, ist eine positive Ausstrahlung wichtig. Da wir Menschen mit einem Lächeln auf den Lippen unbewusst viel sympathischer aufnehmen, solltest du gerade bei der Begrüßung und auch während dem Gespräches ein lächeln aufsetzen.

Ich will!
Mache im Bewerbungsgespräch klar, das dich die Position interessiert und dass du es ernst meinst. Hierbei punktest du bereits, indem du dich richtig vorbereitest. Du gewinnst durch die Vorbereitung mehr Selbstbewusstsein und wirkst selbstsicherer. Mit richtigen Fragen im Gespräch und einer korrekten Körperhaltung machst du deinen Gesprächsteilnehmer klar, dass dir die Position wichtig ist. Vergesse auf keinen Fall den Blickkontakt. Auch das Anbieten für einen Probetag zeichnet sich positiv aus! Wie du deine Chancen um weitere 55% im Vorstellungsgespräch steigern kannst, erkläre ich dir im Kurs.

Auf den Punkt kommen!
Manche Kandidaten neigen im Gespräch dazu, um den heißen Brei zu sprechen. In der Nervosität kann dies schnell passieren. Das Gespräch ist knapp kalkuliert und soll die wichtigsten Infos liefern – von beiden Seiten. Umso wichtiger ist die eigene Übung zum Thema Selbstpräsentation. Bereite dich vor und fokussiere dich auf deine wichtigsten Stärken und auf deine Qualifikation.

Verbindlichkeit schaffen
Im oberen Abschnitt habe ich dir die Vorbereitung für das Vorstellungsgespräch erklärt. Wichtige Informationen, Daten und Fakten sollten dir zum Unternehmen bekannt sein. Nutze hierzu ein Notizheft und notiere dir alle wichtigen Sachen. Bei der Vorbereitung sind aber auch Rückfragen von deiner Seite aus wichtig. Sollten dir Fragen zur Stellenausschreibung einfallen, notiere diese ebenfalls. Auch das mitschreiben von interessanten und relevanten Informationen im Gespräch wirkt sich professionell aus – mitschreiben daher erwünscht! (❗Hinweis: Nur sehr wenige Bewerber nutzen diese Methode). Am Ende des Gespräches ist es wichtig, verbindlich zu bleiben. Stelle daher auf jeden Fall die Frage, wie die weitere Vorgehensweise aussieht. Somit hast du eine grobe Einschätzung, wann du mit einer Rückmeldung rechnen kannst.

Übung macht den Meister!
Ein Bewerbungsgespräch ist kein Routine-Termin, den man einfach kurz wahrnimmt. Wichtige Regeln spielen für deinen Erfolg eine große Rolle. Die perfekte Vorbereitung ist daher ein muss! Auch hier gibt es einige Methoden, die dich selbstbewusster und sicherer wirken lassen im Vorstellungsgespräch. Deine Selbstpräsentation kannst du im Vorfeld üben. Nehme deinen Lebenslauf zur Hand und versuche frei zu erzählen, was du derzeit beruflich tust, was deine Schwerpunkte sind und welche Motivation du mitbringst für die ausgeschriebene Position. Ganz wichtig: Schaffe die Verbindung zwischen deiner Qualifikation und der Ausschreibung. Auch ein Vorstellungsgespräch kannst du mit deinen Freunden, Bekannten oder mit der Familie üben. Bestimmte Fragen die häufig gestellt werden, lassen sich schnell herausfinden.

Wohin geht die Reise?
Prüfe einige Tage vor dem Gespräch die Route. Falls du mit den öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs bist, solltest du die Abfahrt und die Verbindungen prüfen. Mache dich mit der Strecke bekannt. Falls du mit dem privaten PKW unterwegs sein solltest, gilt hier dasselbe Prinzip. Des Weiteren solltest du für die Anfahrt genügend Zeit einplanen. Verspätete Züge oder Staus sind leider keine Seltenheit. Was dir keinesfalls passieren sollte: Eine Verspätung zu deinem Vorstellungstermin! Solltest du zu früh zum vereinbarten Termin erscheinen, versuche dir die Zeit draußen oder im Auto zu vertreiben.

Gespräch Revue passieren lassen!
Nach dem Gespräch ist es wichtig, ein Fazit zu ziehen. Gehe das Vorstellungsgespräch gedanklich nochmal durch und notiere dir:

  • Was besonders gut gelaufen?
  • Was ist schlecht gelaufen?
  • Gab es bestimmte Fragen, die du nicht beantworten konntest?

Falls ja, notiere dir diese Frage und mache die Gedanken, wie du es beim nächsten Mal besser machen kannst. So lernst du vieles dazu und wirst von Zeit zu Zeit immer besser.

5. Vorstellungsgespräch – Kleidung

Was ziehe ich an? Spätestens nach Erhalt der Einladung zum Gespräch wird es ernst. Prinzipiell lässt sich nicht sagen, dass immer ein Hemd und eine Krawatte zum Gespräch erforderlich sind. Hier kommt es immer darauf an, um welche Branche es sich handelt. Ein Unternehmensberater steht im täglichen Kundenkontakt und sollte seriös wirken. Hier ist ein Anzug angebracht.

Am besten ist es natürlich, wenn man das Unternehmen bereits schon mal kennen gelernt hat. Viele Firmen bieten einen Tag der offenen Tür an, oder sind auf Messen vertreten. Eine andere Methode wäre die Homepage. Manchmal sind hier die Bilder von den Teams zu sehen. Anhand dieser Bilder ist ersichtlich, ob die Mitarbeiter sehr klassisch, oder casual gekleidet sind. Sollte dir diese Methode nicht weiterhelfen, solltest du den mittleren Weg einschlagen – nicht zu lässig, aber auch nicht zu schick.

Zum besseren Verständnis habe ich ein paar Inspirationen für einen guten Look vorbereitet:

Prinzipiell gilt immer: Ein gepflegtes und sauberes Äußeres wird in jedem Bewerbungsgespräch erwünscht! Dazu zählt nicht nur ein gebügeltes Hemd, sondern auch:

  • Gepflegte Hände/Fingernägel
  • Gewaschene Haare
  • Ordentliche Rasur (für die Männerwelt)
  • Krawatte richtig binden und tragen
  • Saubere Schuhe!

Worauf muss noch geachtet werden:

  • Weniger ist mehr! Kein starkes Make-Up auftragen
  • High-Heels bitte nur privat anziehen
  • Bunter Nagellack
  • Kein starkes Parfüm (ein leichter, frischer Duft ist in Ordnung)
  • Keinen übertriebenen Schmuck
  • Keine kurzen Kleider
  • Kein tiefer Ausschnitt
  • Keine T-Shirts tragen – besser Polos
  • Keine Sweatshirt-Jacke
  • Sehr auffallende Krawatten (mit Bildern)
  • Zerrissene Jeans (auch wenn es aktuell im Trend liegt)
  • Keine Sportschuhe
  • Keine Flip-Flops
  • Sonnenbrille vor dem Gespräch absetzen
  • Weiße Socken zum Anzug
  • Bunte und schrille Farben
  • An alle Raucher: Bitte die letzte Zigarette ca. 20-30 Minuten vor dem Gespräch rauchen
  • Kein Knoblauch essen (auch ein Tag zuvor nicht)

Ein Bewerbungsgespräch ist kein Routine-Termin, den man einfach kurz wahrnimmt. Wichtige Regeln spielen für deinen Erfolg eine große Rolle.

Wenn du alles richtig machen möchtest und an den besten Tipps und Tricks aus 10 Jahren Berufserfahrung interessiert bist, dann sicher dir jetzt dein Bewerbungstraining mit allen exklusiven Informationen.

Toi Toi Toi bei deinem nächsten Bewerbungsgespräch!

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