Lebenslauf

Der Lebenslauf ist das Herzstück deiner Bewerbung!

Der (tabellarische) Lebenslauf gewährt uns einen Einblick in die Vergangenheit und zeigt uns alle wichtigen Daten und Fakten.

Nicht umsonst steckt das Wort „Leben“ in diesem Begriff. Auf einen Blick ist für jeden Personaler ersichtlich:

  • was du in der Vergangenheit gemacht hast
  • wie deine berufliche Laufbahn verlaufen ist
  • was du derzeit tust

Und da dieses Dokument so aussagekräftig ist, und von fast jedem Personaler zuerst gelesen wird (noch vor dem Anschreiben) ist hier Perfektion gefragt. Mit Perfektion ist aber keinesfalls eine kreative Vorlage gemeint. Vielmehr geht es um Übereinstimmungen, Strukturen und eine klare Linie.

Der häufigste Fehler, den viele Bewerber begehen:

Einmal erstellt, muss der Lebenslauf nicht mehr geändert werden

❗Ein fataler Denkfehler!
Prinzipiell geht es nicht um die Änderung der kompletten Vita, sondern um die Anpassung an das aktuelle Stellenangebot.

Erfahre die wichtigsten Regeln für einen erfolgreichen Lebenslauf und erfahre, worauf es wirklich ankommt!

1.Der Lebenslauf

Er macht neben dem Anschreiben und deinen Anlagen (Zeugnisse) deine Bewerbungsunterlagen vollständig. Warum dein Lebenslauf so wichtig ist, welche Rolle er bei Personaler spielt und was du alles wissen solltest zu diesem Thema, erkläre ich dir in diesem Beitrag.

Zunächst einmal möchte ich dich wissen lassen, dass der Lebenslauf die höchste Aufmerksamkeit von uns Personaler genießt. 

Über 75 % prüfen noch vor deinem Bewerbungsschreiben den Lebenslauf!

In den nächsten Sekunden wird entschieden, ob sich eine weitere Prüfung deiner Unterlagen lohnt, oder ob du bereits hier verloren hast.

Zunächst einmal geht es darum, dass dein Lebenslauf „auf den ersten Blick“ überzeugen sollte. Daher ist es umso wichtiger, dass du eine korrekte Vorlage verwendest und deine Daten strukturiert präsentierst. Schenke deinem Lebenslauf daher eine hohe Aufmerksamkeit. Mehr zu diesem Thema erkläre ich dir unter dem Punkt Berufserfahrung.

Wie bereits erwähnt, ist der Lebenslauf das wichtigste Dokument in deinen Bewerbungsunterlagen. In einer strukturierten Aufführung ist dein schulischer Werdegang aufgeführt, deine beruflichen Berufsstationen und die wichtigsten EDV-Kenntnisse. Manchmal sind auch deine privaten Vorlieben (Hobbys) aufgeführt. Bereits bei diesen Schlagwörtern sollte dir bewusst werden, das dein Lebenslauf ein mächtiges Dokument ist. Ein Stückchen Blatt Papier erzählt von deinem ganzen Leben!

1.1 Tabellarischer Lebenslauf

Der Tabellarischer Lebenslauf ist wohl die gängigste Form, die über 95% der Bewerber genutzt wird. Auf der linken Seite finden wir immer die Zeitangaben. Auf der rechten Seite geht es um die Informationen (Positionsbeschreibung). Bitte beachte, dass es hier zwei Formen gibt – die deutsche und die amerikanische Form.

Die einzelnen Zeiträume mit den jeweiligen Informationen kannst du entweder Chronologisch (ältere Informationen zuerst) oder Antichronologisch (aktuelle Informationen zuerst) anordnen – siehe Grafik.

❗MERKE: Dein Lebenslauf sollte übersichtlich, klar und schlüssig wirken. Wenn du diesen wichtigen Punkte überspringst, ist die Gefahr einer Absage relativ hoch. Wenn du bereits mit deinem Lebenslauf nicht überzeugen kannst, so wird dein Anschreiben wertlos sein.

1.2 Aufbau Lebenslauf

Der Aufbau im Lebenslauf ist essenziell für deinen Erfolg. Wie der genaue Aufbau aussieht, erfährst du in diesem Abschnitt. Vorab nochmal die Aufklärung, wie die korrekte Reihenfolge der Bewerbungsunterlagen aussieht:

Wie man aus der oberen Grafik entnehmen kann, ist das Deckblatt hier ebenfalls aufgeführt. Ob ein Deckblatt wirklich wichtig ist, erfährst du in diesem Artikel.

1.3 Die 6 Bausteine

Der Lebenslauf besteht aus 6 Bausteinen:

1.Persönliche Daten

Dieses Feld besteht aus deinem Vor- und Nachnamen, Adresse, Kontaktdaten wie z.B. Mobilnummer, E-Mail-Adresse und dem *Bewerbungsfoto.

Das *Bewerbungsfoto wird üblicherweise oben rechts im Lebenslauf angebracht. Laut des AGG-Gesetzes bist du aber hierzu nicht verpflichtet. Ob du dich für ein Foto entscheidest oder nicht, bleibt dir überlassen. Aus Erfahrung möchte ich dich wissen lassen, dass ein Foto immer professionell wirkt. Natürlich sind auch wir Personaler neugierig und möchten wissen, welches Gesicht sich hinter der Bewerbung verbirgt.

Kleine Anmerkung: Wenn dich jemand auf Facebook ohne Profilbild anschreibt, findest du das sicherlich auch etwas „komisch“. Bei Profilen ohne Bild stellt man sich unbewusst die Frage: Hat der/diejenige etwas zu verbergen? Ein komischer Beigeschmack, der nicht unbedingt sein muss.

Bei Bedarf kannst du auch dein Geburtstagsdatum-/Ort sowie dein Familienstand angeben. Diese Eckdaten sind im ersten Moment nicht relevant, runden aber dein Profil ab.

2. Berufserfahrung
Die berufliche Qualifikation sollte (eigentlich) klar sein.
Neben der Zeitangabe folgt die Positionsbeschreibung, der Firmenname und die Aufgabenstellung. Eine korrekte Aufstellung siehst du in der Grafik.
Aus deinem Lebenslauf sollte sofort erkennbar sein, was du gerade tust. Eine aktuelle Berufsstation auf Seite Nummer 3 ist daher weniger sinnvoll. Damit du mit einer perfekten Struktur punkten kannst empfiehlt es sich, die aktuellste Station ganz oben zu nennen. Der Fachbegriff hierzu lautet: Antichronologisch.

Zeitangabe:
Nenne hier den detaillieren Zeitraum, seit wann du bei deinem Arbeitgeber tätig bist. Das Datum vermerkst du mit dem Monat und dem Jahr (MM/JJJJ). Sollte sich die Angabe auf deinen aktuellen Arbeitgeber beziehen, dann vermerke MM/JJJJ – dato.

Danach folgt der Stellentitel, der Firmenname und der Ort. Manche Kandidaten nennen auch die Unternehmensgröße, was aber nicht erforderlich ist.

Im Anschluss folgt die Tätigkeitsbeschreibung in Stichworten.

❕ Karriere-Tipp: Nutze die Keywords aus der Stellenbeschreibung. Natürlich geht es nicht darum, dass du komplette Sätze kopierst, aber die wesentlichen Schlagwörter bzw. Keywords zu nutzen, ist aus taktischer Sicht sehr sinnvoll. Wie bereits oben erwähnt, liegt das Augenmerk auf deinem Lebenslauf. Wenn du nicht von Anfang an signalisierst, dass du der perfekte Kandidat bist, verringerst du deine Chancen maßgeblich. Des Weiteren investieren Personaler nicht lange in die Prüfung deiner Unterlagen. Bereits einige Sekunden entscheiden hier die weitere Vorgehensweise. Umso wichtiger ist es also, schnell und gezielt zu überzeugen.

Für ein besseres Verständnis möchte ich dir ein Beispiel zu den Keywords geben.

Gewünschte Kenntnisse in der Stellenausschreibung:

  • Adobe Photoshop
  • MS-Word
  • Catia V5

Die korrekte Weise wäre also, das du genau diese Keywords in deinem Lebenslauf übernimmst.

Ungünstige Formulierung:

  • Bildbearbeitung
  • MS-Office
  • 3D-CAD

Wie du aus diesem Beispiel entnehmen kannst, gibt es visuell gesehen, keine erste Übereinstimmung mit den gewünschten Keywords. Das ist schlecht!

Nicht falsch verstehen: Solltest du bestimmte Kenntnisse aus der Stellenbeschreibung nicht beherrschen, dann gebe diese auch nicht an. Denn spätestens im Vorstellungsgespräch würde diese Lüge auffallen!

Mut zur Lücke:
Ja auch diese Zeiten gibt es. Wurdest du z.B. betriebsbedingt gekündigt, bleibt meistens wenig Zeit eine passende Position im Anschluss zu finden. Da nicht viele Bewerber das Glück haben, sofort eine neue Position zu finden, ist es absolut nachvollziehbar, dass eine kleine Lücke entsteht. Am besten gehst du ganz offen mit dieser Lücke um und gibst diesen Zeitraum im Lebenslauf an. Mögliche Platzhalten können sein:

  • Bewerbungsphase
  • Arbeitssuchend
  • Weiterbildung

Viele Kandidaten machen während der Stellensuche eine Weiterbildung (u.a. zählt auch die Teilnahme an diesem Bewerbungstraining. Sollte dies auf dich zutreffen, dann vermerke dein freiwilliges Engagement in diesem Zeitraum.

Andere Gründe für eine Lücke könnten sein:

  • Sabbatical
  • Umzug
  • Persönliche Gründe (Auszeit)
  • Familiäre Umstände (Pflege der Mutter)

TIPP: Der Begriff „Arbeitslos“ klingt ungünstig, daher solltest du diesen Begriff nicht verwenden.

3. Schule/Ausbildung/Studium

Nach der beruflichen Qualifikation folgt deine schulische Ausbildung oder dein Studium. Hier ist eine detaillierte Aufzählung ebenfalls sinnvoll. Vermerke nicht nur, welches Studium du absolviert hast, sondern gehe genau auf die Punkte ein: Wo hast du das Studium absolviert. Welchen Abschluss hast du? Welche Schwerpunkte hast du behandelt, was war das Thema der Abschlussarbeit? Welchen Titel hast du erworben? Zum besseren Verständnis, hier ein Beispiel:

Wenn du Berufseinsteiger bist, kannst du mit diesen detaillierten Informationen arbeiten. Berufserfahrene Kandidaten mit 15.-jähriger Berufserfahrung brauchen diese detaillierte Angabe nicht. Hier reicht das Studium, Ort und der Abschluss.

Solltest du mehrere Schulabschlüsse besitzen, ist die Angabe jeder Station nicht erforderlich. Der höchste Abschluss reicht hier vollkommen aus.

4. Weiterbildung
Die Angabe deiner Weiterbildung wirkt sich immer positiv aus. Notiere daher unter diesem Abschnitt alle Kurse oder Seminare, du die besucht hast. Eine korrekte Angabe wäre:

MM/JJJJ – MM/JJJJ, Name des Bildungsträgers, Name des Kurses und ggfs. die Schwerpunkte, die hier behandelt wurden.

(Hinweis: Da viele Kurse oder Seminare nur einige Tage dauern, vermerke hier immer den jeweiligen Monat).

5. Kenntnisse
In diesem Abschnitt führst du deine EDV- oder Sprachkenntnisse auf. Auch wenn die Angaben der Kenntnisse soweit klar sind, gibt es hier immer noch genügend Bewerber, die ihre Kenntnisse falsch aufführen. Der klassische Fehler schleicht sich meistens bei den EDV-Kenntnissen ein.

Hier ein Beispiel:

  • MS Office
  • Adobe Photoshop
  • SAP R/3
  • DATEV

Erkennst du bereits den Fehler?

Aus der Sichtweise des Personalers ist absolut unklar, wie gut – oder wie schlecht diese Kenntnisse ausgeprägt sind. Nur die reine Angabe der Begriffe ist nicht aussagekräftig.

Vermerke daher das genaue Level. Ein Beispiel hierzu wäre:

  • MS-Office: Sehr gute Kenntnisse
  • Adobe Photoshop: Gute Kenntnisse
  • SAP R/3: Gute Kenntnisse
  • DATEV: Grundkenntnisse

Teilweise gibt es auch noch Kandidaten, die das „Internet“ als EDV-Kenntnisse angeben. Diese Angabe ist unnötig.

Dieses Prinzip greift ebenfalls bei den Sprachkenntnissen. Nur allein die Angabe der Sprache reicht nicht aus. Gebe bitte genau an, wie gut z.B. deine Englischkenntnisse sind. Hier kannst du mit zwei verschiedenen Arten arbeiten.

1.Methode:  
Um für mehr Klarheit zu sorgen, kann der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen (GER) für die Einstufung von Sprachkenntnissen eingesetzt werden.

Einstufung:

2. Methode:
Zum anderen kannst du dein Kompetenzniveau auch so ausdrücken:

Damit du dein Sprachniveau richtig einordnen kannst, gibt es hier nochmal deine genauere Beschreibung:

  • A1: Einfache Unterhaltungen, Grundkenntnisse aus der Schule
  • A2: Teilnahme an einfachen belanglosen Gesprächen möglich
  • B1: Teilnahme am täglichen Leben möglich, einkaufen, gehobenere Konversationen
  • B2: Auch komplexe Sachverhalte können erfasst und diskutiert werden
  • C1: Anspruchsvolle Literatur bereitet keine Probleme, Konversation mit Muttersprachlern ist auf allen Gebieten möglich, Phrasen und Redewendungen gehören zum Standard
  • C2: Konversation mit Muttersprachlern ist auf allen gehobenen Gebieten möglich, Sprache bereitet keinerlei Probleme, selbst Doktorarbeiten kann man schreiben

Ob du nun mit dem Kürzel B1 arbeitest, oder „konversationssicher“ vermerkst, bleibt letztendlich Geschmacksache. Die Hauptsache ist: Die Angaben sind wahrheitsgemäß.

Im letzten Abschnitt kannst du noch (falls erforderlich für die Position) Angaben zum Führerschein machen.

6. Interessen (optional)
Unter dieser Rubrik fallen deine Hobbys, Mitglied/Teilnahme in einem Verein usw.

Hobbys: Reisen, Kochen, Fußball spielen. Viele Bewerber stellen mir die Frage, ob die Angabe der Hobbys wichtig ist. Meine persönliche Meinung hierzu: Es kommt immer darauf an. In manchen Fällen ist die Angabe deine Freizeitaktivitäten sehr sinnvoll. Natürlich spielt es für den Personaler keine Rolle, ob du gerne kochst oder gerne verreist.
Aber wenn du Hobbys nennst, die im Zusammenhang mit dem ausgeschriebenen Job stehen, sieht die Geschichte wieder ganz anders aus. Solltest du dich auf eine Marketing-Position bewerben und betreibst nebenbei einen Blog zum Thema Ernährung, ist diese Information sehr wohl interessant. Hier wird im ersten Moment klar, das du dich auch privat mit dem Thema auseinandersetzt.  Ein weiterer Pluspunkt für dich.

Ort, Datum, Unterschrift:
Mit diesen Angaben machst du sichtbar, wie aktuell deine Unterlagen sind. Durch die Unterschrift versicherst du, das deine Unterlagen wahrheitsgemäß erstellt worden sind.

1.4 Die Optik

Da die Struktur und die Optik ebenfalls ausschlaggebend sind, habe ich im Anschluss noch weitere Tipps für dich, die du bitte beachten solltest.

Bullet-Points:
Durch Aufzählungszeichen erhält dein Lebenslauf eine ordentliche und überschaubare Struktur.
Deine Berufserfahrung solltest du über Aufzählungszeichen, also Bullet-Points, strukturieren. Erzähle in knappen Sätzen, wie deine Tätigkeit aussieht, welche Schwerpunkte du behandelst und welche Erfolge du verzeichnen konntest in dieser Position. Bitte verwende keinen Fließtext – dafür verwendest du dein Bewerbungsschreiben.

Schriftart:
Welche Schriftart soll es sein? Hier hast du freie Wahl. Die einzige Regel lautet: Die Schrift sollte gut lesbar sein. Gerade MS-Word, oder andere Textverarbeitungsprograme bieten neben der klassischen Schriftform Arial oder Times New Roman vergleichbarer Schriftarten an, die sich gut eignen.

Hier ein kleines Beispiel zwischen einer guten- und schlechten Schriftart:

PS: Im Lebenslauf und Anschreiben sollte immer die selbe Schriftart genutzt werden, damit alles einheitlich wirkt.

Schriftgröße:
Zu groß, zu klein? Tatsächlich wirkt ein Lebenslauf mit einer Schriftgröße 16 äußerst seltsam. Zum einem wirkt es unprofessionell, und zum anderen lässt es den Eindruck erscheinen, als würdest du die Seitenanzahl künstlich verlängern wollen. Was ist also ein gesundes Maß? Inzwischen hat sich die Schriftgröße 10-11 durchgesetzt. Mit dieser Regelung fährst du am besten.

Und da wir gerade beim Thema sind, anbei noch eine wichtige Information für dich bzgl. der Seitenanzahl. Leider lese ich immer wieder, dass der Lebenslauf auf maximal 3 Seiten beschränkt werden soll.

Als Personalerin teile ich diese Meinung absolut nicht. Gerade der Lebenslauf ist das wichtigste Dokument in deinen Bewerbungsunterlagen. Wenn du eine langjährige Expertise mitbringst und einige Arbeitgeber gewechselt hast, dann werden dir keine 3 Seiten ausreichen. Wieso solltest du dich also hierbei „einschränken“?

Farben:
Bitte nicht zu bunt! Zu viele Farben lenken vom wesentlichen ab und wirken „kindisch“. Beschränke dich daher am besten auf 1-2 Farben und achte auf neutrale Farben. Von grellen Farbtönen wird dringend abgeraten.

Persönlicher Hinweis: Füge die Seitenanzahl immer ein. Gerade beim ausdrucken der Unterlagen verliert man als Personaler schnell den Überblick.

Einen weiteren Geheimtipp, der dir die Türen zu einem Vorstellungsgespräch öffnet, verrate ich dir im Bewerbungstraining – Modul 2. Des Weiteren stelle ich dir auch Lebenslauf-Vorlagen vor, die sich ungünstig auf deine Karriere auswirken können. Im Anschluss gewähre ich dir einen Einblick in die schlimmsten Bewerbungsunterlagen aus meiner Berufspraxis. 

1.5 Lebenslauf Vorlagen

Das Internet erleichtert uns die Arbeit. Im Internet finden wir duzend Vorlagen für einen Lebenslauf. Manche Vorlagen sind sehr klassisch aufgestellt, andere wiederum sehr modern oder außergewöhnlich.
Hier ein kurzer Auszug der Vorlagen:

Vielleicht kommt dir die ein, oder andere Vorlage bekannt vor. Prinzipiell sind Lebenslauf-Vorlagen eine gute Sache, jedoch sind nur wenige Vorlagen wirklich für deine Bewerbung geeignet. Personaler und Fachentscheider schauen durch eine ganz „andere Brille“. Das Ziel deiner Bewerbung liegt darin, sofort mit deinem Lebenslauf zu überzeugen. Welche Lebenslauf-Vorlagen sich also wirklich positiv auf deine Bewerbung auswirken, und welche Vorlagen du auf gar keinen Fall verwenden solltest, erkläre ich dir in Modul 2 – Lebenslauf.

1.6 Lebenslauf schreiben

Verschiedene Vorlagen verführen zu einem schnellen Copy and paste. Schnell erstellt wird der Lebenslauf den Bewerbungsunterlagen beigefügt. Wie bereits erwähnt, ist der Lebenslauf das wichtigste Dokument in der Bewerbung – und dennoch wird ihm nicht die Zeit geschenkt, die er tatsächlich benötigt. 

❗MERKE: Der Lebenslauf kann dir die Türen zu einem Vorstellungsgespräch öffnen. Sei hier genauso sorgfältig wie bei deinem Anschreiben.

Bei der Erstellung des Lebenslaufes solltest du dich an die festen Bestandteile bzw. 6 Bausteine orientieren. Mit dieser Methode machst du alles richtig. Ein weiterer Erfolgsfaktor sind die sogenannten Keywords. Mit den Keywords stellst du die Verbindung zur Stellenausschreibung her. Wie das genau geht erfährst du in Modul 2 – Lebenslauf.

Was dich ebenfalls am Weiterkommen hindern kann sind gravierende Fehler.

2. Vermeide diese Fehler!

In dieser kleinen Übersicht verrate ich dir die schlimmsten Fehler:

  • Unstrukturierte Daten wie z.B. die Berufserfahrung
  • Fehlende Tätigkeitsbeschreibungen
  • Fehlende Positionsbeschreibung
  • Fehlende Zeiträume (Lücken) ohne Erklärung
  • Sprach- oder EDV-Kenntnisse ohne Level
  • Unpassende Hobbys
  • Irrelevante Angaben (z.B. Schulpraktika, die viele Jahre zurück liegen)
  • Übertriebenes Layout und Design
  • Grelle Farbtöne
  • Verschiedene Schriftarten
  • Zu große, oder zu kleine Schriftarten
  • Fehlende Struktur
  • Altes oder unprofessionelles Bewerbungsfoto

3. Der größte Irrtümer

Immer wieder raten verschiedene Artikel oder Ratgeber dazu, den Lebenslauf auf maximal zwei Seiten zu beschränken. Oft sei es übersichtlicher und überschaubarer – so die Aussagen. Was aber sagen Fachexperten und Personaler zu diesem Thema? Tatsächlich sind viele Personaler ratlos und wissen nicht, woher dieses „Gerücht“ entstanden ist.

Ein guter Kandidat wird mit einem ausführlichen Lebenslauf eher zum Gespräch eingeladen, als jemand, der sich an die zwei-Seiten-Regelung hält. Bei dem Lebenslauf geht es nämlich um keine Seitenanzahl, sondern um den Inhalt. Klare Beschreibungen die verständlich aufzeigen, was ein Bewerber derzeit tut, oder in der Vergangenheit gemacht hat, sind viel wertvoller als ein kurzer Lebenslauf mit wenig Aussagekraft!

[Gesamt: 8   Durchschnitt:  4.8/5]