Der Lebenslauf – Vermeide diese 6 Fehler

Der Lebenslauf – Vermeide diese 6 Fehler

Diese 6 Angaben bzw. Fehler können deinen Lebenslauf ruinieren!

Innerhalb weniger Sekunden wird entschieden, ob du in die engere Auswahl kommst, oder nicht. Was du genau beachten solltest, habe ich bereits in diesem Artikel erklärt: Der perfekte Lebenslauf.

Heute schauen wir uns die andere Seite an und ich verrate dir, welche Angaben bzw. Fehler du unbedingt in deinem Lebenslauf vermeiden solltest!

Hier die TOP 6 Fehler:

1. Aufgehübschte Unterlagen
Zunächst einmal solltest du wissen, dass deine Angaben der Wahrheit entsprechen sollten. Das sich viele Bewerber gut verkaufen wollen, ist die eine Sache. Aber Kenntnisse vorzutäuschen, erreicht nochmal ein ganz anderes Level. Bleibe daher immer bei der Wahrheit. Auch ich habe während meiner Berufspraxis die ein oder andere Lüge aufgedeckt. Unstimmigkeiten im Lebenslauf, fehlende Zeugnisse und eine zittrige Stimme lassen so einige Rückschlüsse zu.

2. Doch keinen Doktor-Titel?
Wenn schon Betrug, dann auf ganz hohem Niveau, bitte! Auch hier sind einige Bewerber recht kreativ und erfinderisch. Gefälschte Dokumente wie z.B. Ausbildungsnachweise, Promotionsurkunden oder Arbeitszeugnisse sind da leider keine Seltenheit. Viele Positionen sind heiß umkämpft, weshalb sich Kandidaten auf eine „andere Art“ verhelfen. Eine sehr gefährliche Methode, die dir im schlimmsten Fall die ganze Karriere zerstören kann.

Die Rechtsprechung sagt hierzu: Wer seine Bewerbungsunterlagen fälscht, riskiert die fristlose Kündigung. Arbeitgeber können den Arbeitsvertrag dann auch Jahre später noch wegen arglistiger Täuschung anfechten. Die Folge: Der Arbeitsvertrag ist nichtig, das Arbeitsverhältnis also sofort beendet und der Arbeitsplatz futsch. Arbeitgeber können mitunter sogar Schadensersatz verlangen. Urkundenfälschung kann wiederum mit bis zu fünf Jahren Haft oder einer saftigen Geldstrafe geahndet werden. Allein der Versuch ist schon eine Straftat.

Bei welchen Faktoren am meisten geflunkert wird, zeigt uns diese Infografik:

3. Amen
Informationen sind wichtig und wertvoll in deinem Lebenslauf. Gerade deine Tätigkeiten und deine Qualifikation spielen hierbei eine wichtige Rolle. Was du dagegen privat tust und mit welchen Themen du dich beschäftigt, bleibt Privatsache. Und genauso verhält es sich auch mit deinem Glauben. Welche Glaubenssätze du verfolgst und welcher Religion du angehörst, spielt im Lebenslauf keine Rolle. Daher ist diese Information überflüssig. Unter anderem schützt uns hier das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG).

Anbei ein kleiner Auszug aus dem Gesetz:
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verbietet Benachteiligungen nur, soweit sie an eines der folgenden personenbezogenen Merkmale anknüpfen:

  • Rasse oder ethnische Herkunft
  • Geschlecht
  • Religion und Weltanschauung,
  • Behinderung
  • Alter(jedes Lebensalter)
  • sexuelle Identität

Welche Fragen unzulässig sind und wie du damit umgehen solltest im Vorstellungsgespräch, erkläre ich dir ausführlich im Modul 5.

4. Mama und Papa
Unsere Familie ist ein wichtiger Bestandteil in unserem Leben – das ist ganz klar. Dennoch gibt es durchaus Informationen, die du lieber für dich behalten solltest. Und hier sind wir bereits beim nächsten Thema. Viele Bewerber vermerken im oberen Bereich (neben den persönlichen Daten) die Elternteile sowie dessen Berufe.

Ein Auszug hierzu:

  • Petra Mustermann, 56 J. Lehrerin
  • Peter Mustermann, 59 J. Elektroniker

So in etwa sehen diese Angaben aus. Für uns Personaler sind diese Informationen verwirrend und selbstverständlich fehl am Platz.

5. Es war einmal…
Als kleine Kinder waren wir alle im Kindergarten und haben dann anschließend die Grundschule besucht. Nach der Grundschule ging es dann auf die fortführenden Schulen weiter. So lautet der typische Verlauf. Und hier spreche ich bereits den nächsten Fehler an. Bitte mache keine Angaben zu deiner Grundschulzeit. Liebe Bewerber, was sollen wir mit dieser Information anfangen?

6. Setzen, 6
Dieser Satz sollte uns aus der Schulzeit bekannt sein. Gerade bei mündlichen Abfragen kam es durchaus vor, dass der Schüler keine Antwort wusste und mit dem Satz „setzen, sechs“ auf seinen Platz verwiesen wurde. Im Zusammenhang mit deinen Bewerbungsunterlagen könnte dir dies im weitesten Sinne auch passieren. Sollten wir im ersten Absatz bereits den ersten Rechtschreibfehler vorfinden, wirft das kein gutes Bild auf dich zurück. Sollte sich dieser Fehler in den weiteren Absätzen wiederholen, sieht es weniger gut aus für dich. Rechtschreibfehler sind immer ein Indikator für eine schnelle und schlampige Arbeit. Hier wird uns Personaler klar, dass du dir wenig Mühe gegeben hast.

Verschiedene Statistiken sowie auch meine Arbeitsweise belegen, dass Kandidaten ab einer bestimmten Fehler Quote eine Absage erhalten. Im ersten Moment ist und bleibt das Anschreiben oder der Lebenslauf eine erste Arbeitsprobe von dir. Wenn du dieses kleine 1×1 nicht beherrscht und hier keinen professionellen Eindruck hinterlässt, wie willst du dann zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden?

Welche Fehler dir ebenfalls den Job vermasseln können und worauf Personaler besonders achten, verrate ich dir in Modul 9.

❕ Karriere-Tipp: All diese „banalen“ Fehler im Lebenslauf müsste aber nicht sein. In jedem Textverarbeitungsprogramm gibt es eine Rechtschreibprüfung. Mit dieser kleinen Hilfe kannst du bereits massiv Fehler unterbinden, also nutze sie! Des Weiteren kannst du hier mit dem 4-Augen-Prinzip arbeiten. Lasse deine Unterlagen von deiner Familie oder Freunden prüfen.

[Gesamt: 10   Durchschnitt:  4.6/5]

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